Das Jahr 2004 begann so richtig erst zu Ostern bei uns mit dem
Flammenzauber-Festival auf der Wasserburg Heldrungen. Auf In Gowan Ring
und Changes hatte ich mich schon den ganzen Winter über gefreut.
Kurz darauf wohnten wir in der Löbauer Johanniskirche dem wohl
protzigsten dies natalis-Konzert aller Zeiten bei. Gemeinsam mit dem
Kammerchor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums wurden die Lieder des
Tristan-Album's vorgetragen. |
Im Mai begann dann wieder unsere Marktsaison. Wir waren in Heringen,
Rabenstein in Franken, Heldburg, Plattenburg, Gräfenhainichen,
Ueckermünde, auf Burg Scharfenstein, Rostock, Burg Hohnstein und was
unser herausragendster Markt in diesem Jahr war: Wikingerfest im
Slawendorf Neustrelitz.
Wir hatten noch ein freies Wochenende und wollten, damit es nicht
langweilig wird, mal einen neuen uns unbekannten Veranstalter
ausprobieren: Cocolorus Diaboli. Da der Markt in einem Museumsdorf
stattfand, fuhren wir einen Tag zu früh los in der Annahme man könnte,
wie auch bei uns im Museumsdorf, schon eher auf's Gelände und sich etwas
die Gegend ansehen. Dem war aber leider nicht so und so standen Aniko &
ich nebst klein Kilian und dem Hund Karla vor verschlossener Tür und
wußten nicht so recht wohin mit uns. Als plötzlich ein Bus um die Ecke
bog, vor uns hielt und wer stieg aus? Die FitzeFatze! Unsre vor Jahren
nach Berlin verschollen gegangene Schneiderin Peggy, die inzwischen
Wahrsagerin geworden war. War das eine Wiedersehensfreude! Kurzerhand
rief sie beim Veranstalter an, der uns gleich zu sich zum Übernachten
einlud. Dort setzen wir uns alle zu einem geselligen Abendbrot zusammen,
man weiste uns unsre Schlafplätze und am nächsten Morgen konnten wir
noch schön Badengehen im See vor'm Haus bevor es zum Aufbau zurück nach
Neustrelitz ging. Auch dort wurden wir sofort freundschaftlich
aufgenommen. Wir lernten Konrad & Conny kennen, Peggy's neuen Freund
Boris, Heiko & Heike von Drakentrey mit deren Kaffeemet man jede Nacht
durchmachen kann, wir knüpften erste Kontakte zum Ukranenland Torgelow,
den Svart-Wikingern und den Semnonen. Ein herrlicher Markt und Cocolorus
Diaboli wurde fester Bestandteil in unsrem Terminkalender. |
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In diesem Jahr versuchte ich mich auch einmal im veranstalten einer
Sommersonnenwendfeier im Museumsdorf Bleiberg. Doch irgendwie fand diese
kleine Feierlichkeit mehr Zuspruch als ich gehofft hatte und viele
Überaschungsgäste erschienen, die das Ganze wohl mit einer Grillparty
verwechselt hatten. Ich versuchte trotzdem irgendwie das Ritual
einigermaßen über die Bühne zu bekommen, was mit 40 bis 50 Leuten im
Kreis gar nicht so einfach ist. Vorallem wenn man anschließend Fragen
beantworten muß wie "Welchen Gott haben wir gerade angerufen? Baldur?
Ist das sowas wie Jesus?" Aaahhh!!! Wir sind ruhig geblieben und haben
erklärt... Die anschließende Schwitzhüttenzeremonie hingegen war recht
interessant, wo man erleben konnte wie große laute Jungs plötzlich ganz
ruhig und ernsthaft wurden. Am Ende war es doch ein sehr schöner Abend
mit Singen am Lagerfeuer, aber nie wieder ein Ritual mit solchen Massen
an Leuten! |
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Auch der Heerbann war in diesem Jahr einer der Lustigsten, die wir bis
dato hatten. Mit Anschleichen, Fallen stellen, Nachtangriff, Entführung
des Wogenwolfes und dem Überschütten des Kalten Kelten mit einem Eimer
Wasser. |
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Im Herbst begannen dann wieder die Konzerte. Hekate & Sieben in
Annaberg, dies natalis in Glauchau und zum Herbstreigen-Festival mit
Hekate & dies natalis fuhren wir sogar bis nach Hirsau im Schwarzwald.
Eine ganz wundervolle Gegend, wenn die Leute nicht so surrealistisch
wären. In der Pension, in der wir mit übernachten durften, waren wir
förmlich umzingelt von Jesus: Bilder, Bücher, CD's... überall! Selbst
unsre Heimfahrt mußten wir nach dem Kirchgang der Hausbewohner
ausrichten, die uns mit Taschentüchern auf der Straße nachwinkten. Ich
kam mir vor, wie in einem schlechten Film.
Mit dem alljährlichen Weihnachtsmarkt in Weißwasser für Thomas ließen
wir das Jahr dann langsam wieder ausklingen. |
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