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Senf

Senf ist uns Europäern das, was den Indern das Curry ist: Eine Würzmasse, die zu verschiedensten Speisen passt, appetitanregend ist und fette Speisen gut zu verdauen hilft. Man unterscheidet den weißen Senf, der mit seinen gelben Samen die milden Sorten liefert. Und den schwarzen Senf, der um einiges schärfer ist. Die gemahlenen Senfkörner ergeben gemischt mit Zucker, Pfeffer, Muskat, Meerrettich, Kurkuma und Essig den bekannten Senf oder Mostrich. Besonders in Frankreich hat das Senfmachen eine lange Tradition, dort gibt es sogar Sorten wie Trüffel-, Vanille- oder Champagnersenf. Man bestreicht damit die Rouladen vor dem Zusammenrollen, gibt ihn zu Fleisch und Würsten oder bereitet eine Senfsoße zu Fisch und Eiern. Die ganzen Senfkörner gehören zu Senfgurken, Essigfrüchten, Mixed Pickles und sauer eingelegtem Fisch.

Römisches Senfrezept

Den sorgfältig gereinigten Samen läßt man 2 Stunden im Wasser aufweichen, nimmt ihn mit den Händen heraus, drückt in aus und stößt ihn dann in einem neuem, wohlgereinigten Mörser klein. Darauf zieht man die ganze zerriebene Masse in der Mitte des Mörsers zusammen, drückt sie fest, legt einige glühende Kohlen darauf, gießt mit Soda versetztem Wasser darüber, wodurch der bittere Geschmack beseitigt wird, gießt weißen scharfen Essig hinzu, rührt die Masse um und seiht sie durch. Die so gewonnene Flüssigkeit ist vorzüglich zum Einmachen der Rüben geeignet.