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Nelken

Sie sind die Nägelein, die mittelalterliche Minnesänger in ihren Liedern preisen. Nur das sie nicht, wie im Lied, in Nachbars Garten, sondern auf den fernen Molukkeninseln wachsen, was damals aber noch niemand wußte. Und so hat die Nelke eine ähnlich bewegte Vergangenheit wie die Muskatnuß. Die Gewürznelken sind zur Ernte kleine rote Blütenknospen, die anschließend getrocknet werden. Ganz oder gemahlen werden sie zum kochen, backen, zur Wurst-, Spirituosen- und Parfümherstellung verwendet. Sie haben einen kräftigen aromatischen Geschmack, in geringe Mengen helfen sie den Eigengeschmack einer Speise abzurunden, ein zuviel übertönt jedoch alles andere. Nelken nimmt man zu Broten, Rotkraut, Ragouts, Kompott und Pflaumenmus, auch für Punsch, Glühwein und Fruchtsäfte. Nelke ist in Curry und Lebkuchengewürz enthalten, gemeinsam mit Zimt und Kardamon auch in Schokolade.

Holunderpunsch

1/2l Holundersaft mit 1 Tasse Zucker, 1 Stück Zimtrinde, 3 Nelken und 2 Scheiben Zitrone 1/2 Stunde leicht sieden lassen, durchsieben und mit 1/2 Flasche Weißwein und 1/2l Wasser oder schwarzem Tee auffüllen. Nochmal bis kurz vorm sieden erhitzen und 1 kleines Glas Weinbrand oder Wodka dazugeben.