zurück zur Kiste

Liebstöckl

Sein Name hat nichts mit Liebe & Stock zutun, sondern ist eine Verhohnepippelung von "libusticum" bzw. "Ligusticum", was soviel heißt wie "Kraut aus Ligurien". Bei uns heißt er auch Maggikraut, weil er schon von weitem sein unvergleichliches Aroma verbreitet. Schon den Römern war es ein wichtiges Küchenkraut und im Mittelalter durfte er auf keiner Tafel fehlen. Man verwendet ihn zu Suppen, Soßen, Fleischfüllungen bei Rouladen & Hammelbraten. Fein gewiegt paßt er auch zu Salaten und Kräutersoßen.

Römische Gerstensuppe des 2.Jh.n.0

Wasche und zerstampfe Gerstenkörner, die du anschließend im Verhältnis 1:20 in Wasser über Nacht weichen läßt. Bringe sie am nächsten Tag zum Kochen, gib reichlich Öl hinzu, 1 Bündel Dill, 1 kleingeschnittene Zwiebel, etwas Bohnenkraut und Hüftknochen vom Schwein. Koche all das zu einer dicken Brühe ein. Gib dann mit Salz gestoßenen Koriander dazu. Gib nun in einen sauberen Mörser 1 TL Pfeffer, 1 TL Liebstöckel, je eine Prise Minze, Teufelsdreck und Kümmel und zerstoße alles gründlich. Gib dazu Honig, Traubensaft, Fischlake und Essig, verrühre alles gut miteinander und gib das zu der Gerstenbrühe und laß alles auf kleiner Flamme noch etwas kochen. Fische vor dem Servieren das Dillbündel wieder heraus, löse das Fleisch von dem Schweineknochen und gib das Fleisch in mundgerechten Stücken in die Suppe zurück. Fertig!