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Beifuß

Der Name kommt von Bivoz, was eine "Beigabe zum Essen" bedeutet, auch wenn die Legende behauptet, daß mittelalterliche Mönche sich das Kraut um die wundgelaufenen Füße gewickelt haben und daher der Name käme. Solches trifft nur auf den Beinwell zu. Vielmehr war der Beifuß, auch Wilder Wermut geheißen, das meistverwendete und beliebteste Würzkraut im Mittelalter. Es wächst überall und paßte zu der damaligen derben & fetten Kost, wie Hülsenfrüchte & Pökelfleisch. Sein starkes und eigenwilliges Aroma macht solche Gerichte nicht nur schmackhafter sondern auch bekömmlicher, denn Beifuß hilft das Fett leichter zu verdauen. Und auch heute gibt man kleine Beifußsträußchen an Gänse- und Entenbraten, Schweinebraten & Schmalz.

Gefüllte Weihnachtsgans

Reibe die Gans außen mit Salz und Pfeffer ein und fülle ihr Inneres mit säuerlichen Äpfeln, einigen eingeweichten Backpflaumen und etwa 1 TL Beifuß. Nähe sie dann wieder zu, damit auch alles drin bleibt. Setze die Gans auf ihre Brustseite in eine Pfanne und fülle diese etwa 1cm hoch mit Wasser. Deckel drauf und ab in den Ofen. Nach einer Stunde bei mittlerer Hitze, während der man immer mal wieder Wasser nachgießen und die Gans einstechen soll, damit das Fett abfließen kann, kann man den Deckel abnehmen und die Gans wenden. Nach einer weiteren Stunde bei etwas erhöhter Hitze sollte die Haut schön knusprig werden. Schneidet noch 2 Zwiebeln in die Soße, schöpft das überschüssige Fett ab und bindet die Soße mit etwas Mehl und Sahne.