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Bärlauch

ist der wilde Knoblauch unserer Wälder. Er wächst zahlreich in feuchten schattigen Auwäldern, wo man ihn schon von weitem riechen kann. Man sammelt zwischen März und Mai, noch bevor er seine weißen sternförmigen Doldenblüten bilden kann, seine jungen Blätter. Im Herbst kann man seine Zwiebel ergraben, wenn man sich ihren Standort gemerkt hat, denn im späten Frühjahr zieht der Bärlauch seine Blätter ein. Die Zigeunerzwiebel, wie er auch genannt wird, ähnelt in Geschmack und Geruch dem Knoblauch, ist aber etwas schärfer. Seine Blätter kann man frisch zu Suppen, Aufstrich & Spinat verarbeiten. Die Zwiebel wird genauso wie Knoblauch verwendet, wobei etwas salz die Schärfe nimmt. Beim Trocknen, Einfrieren oder Kochen verliert der Bärlauch leider an Geschmack. Ich verwende ihn trotzdem gern & viel zum Einlegen von Mozarella & zum Herstellen von Kräuteröl & -essig.
Pan's Bärlauchsuppe

10-12 feingehackte Bärlauchblätter
1 Zwiebel
2 EL Butter
1 EL Mehl
1 Liter Gemüsebrühe (kann man auch selbst herstellen mit weiteren Wiesenkräutern wie Giersch, Schafgrabe, Vogelmiere, Wiesenschaumkraut,Melde usw.)
etwas Salz

Die Zwiebel feinhacken und in der Butter rösten, das Mehl einstreuen & eine lichte Mehlschwitze bereiten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen & kurz kochen lassen. Mit etwas Salz abschmecken und kurz vorm Essen die feingewiegten Bärlauchblätter in die Suppe geben - fertig! Ein deftiges selbstgebackenes Roggenbrot dazu und man hat ein typisches Germanenessen auf dem Tisch.

Löße die Hefe in etwas Milch und gib sie zusammen mit der restlichen Milch, dem Quark, Salz & Zucker, dem Mehl und den Anissamen in eine Schüssel und verarbeite alles zu einem geschmeidigen Teig, der dann eine halbe Stunde an einem warmen Ort ruhen sollte. Danach knete den Teig nochmals kräftig durch und forme ein längliches Brot daraus, daß du auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzt & mit einem Messer 2x diagonal einschneidest. Laß es nocheinmal abgedeckt eine halbe Stunde ruhen. Heize inzwischen deinen Backofen auf 200°C vor. Bestreiche das Brot vor dem Backen noch mit dem verquirlten Ei ein & streue noch einige Anissamen darüber. Dann backe das Brot auf der untersten Schiene 30 min lang. Das Brot ist durchgebacken, wenn kein Teig mehr an einer langen Nadel kleben bleibt, die du ins Brot steckst.