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Mastix

Ich hab auch von etlichen
Die auss der Insel Chio bürtig gewesen
Vernomen
Dass die Bäum
Welche Mastix bringen
Viel geschlachter und schöner seyn
Dann die Wilden,
welche doch beyde offt an einem ort zu wachsen pflegen.
Wann sie aber den Mastix wöllen samlen
So pflegen sie zuvor an gewissen Tagen die Bäumlin zu vulnerim, und die Erden gar wol zu seubern
Als dann tropfft dieser Saft gar weiss herab
Welcher bald im Mund zergehet
Und essen es die Leut zu Stärckung des Magens
Je älter er wirdt
Je gelber er scheint.
Wann er also noch zähe ist
Macht man schöne Gefäss darauss
Die grossen Hern brauchen solche zu dem schwachen Magen
Dann das Getranck davon ein guten geschmack bekompt.

Matthiolus 1626