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Kiefernharz – Colophonium

Die Borke der Kiefer ist sehr stark von rötlichem Harz durchdrungen und verbreitet beim verbrennen einen balsamischen, warm-harzigen Duft. Der duft des Kiefernharzes soll vor magischen, krankmachenden Praktiken schützen und gilt als herzstärkendes Mittel. Kiefernräucherungen wirken wärmend und stärkend. Die Dämpfe des Kiefernharzes wurden verwendet, um die Lungen zu stärken und um schwächliche Kinder energetisch aufzuladen. Der Rauch wirkt antiseptisch und durchblutungsfördernd. Heute kennt man Colophonium nur noch als Geigenharz, zum Bestreichen von Violinenbögen. Seinen Namen hat es von der alten Stadt Kolophon in Libyen, wo besonders gutes Kiefernharz gewonnen wurde. Es wird heute durch Destillation der Kiefernbalsame hergestellt. Die Destillationsrückstände werde solnage erhitzt, bis alles Wasser verdampft ist und eine harzige Masse übrigbleibt. Früher wurde die rinde mit ihrem Harz kleingeraspelt oder in Form von Pulver verwendet.