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Fichte

Das Fichtenharz wurde noch bis ins letzte Jahrhundert hinein als billiger Ersatz für den sehr teuren Weihrauch gebraucht. Dazu wurde das Fichtenharz verfeinert indem man es einige Zeit in einen Ameisenhaufen legte. Die Ameisensäure bewirkt im Harz einen chemischen Umwandlungsprozeß. Auch in der Apotheke wurde es bis Mitte dieses Jahrhunderts gegen Verschleimung der Lunge, zur Behandlung von Ausschlägen und bei Rheuma angeboten. Im Mittelalter wurde das Harz schon zum Zubereiten von Heilsalben verwendet. Das Harz wirkt keimtötend und kann so die Raumluft desinfizieren. Es wurde verräuchert zum Schutz vor störenden Einflüssen und helfen, innere Ruhe zu finden. Das Burgunderharz ist eine bessere Qualität, das durch einen Schmelzprozeß aus gewöhnlichem Fichtenharz gewonnen wird. Es verströmt einen kräftigen, grünen, waldigen Duft, und wirkt kräftigend, stärkend und aufbauend. Durch die starke Rauchentwicklung ist Fichtenharz eher zum Räuchern im Freien geeignet.