Unterirdische Gänge

I. In die Zeit der Klosterherrschaft zurück versetzt uns die Sage von dem unterirdischen Gange, der von der Burg Rabenstein nach dem Chemnitzer Bergkloster, dem späteren Schloß Chemnitz, führen soll. Diesen Gang haben nach der Sage die Klosteräbte benutzt, wenn sie sich in Rabenstein von den Sorgen ihres Amtes erholen wollten, vor allem jener Abt Ortwin Schindelbach (gest. 1425), der - wie die Sage erzählt - mit der schönen Rabensteiner Schäferstochter Elsbeth öfter ein Schäferstündchen abhielt.

II. Ein zweiter Gang soll vom Hohen Graben" abgehen, auch nach Schloß Chemnitz. Aber hier handelt es sich - wahrscheinlich - lediglich um einen Kalkbruchstollen, der bald wieder aufgegeben wurde, weil sich der Abbau nicht lohnte.

III. Ein dritter Gang soll von der Burg nach dem Totensteine führen, nach einigen sogar bis Kohren (bei Frohburg). Bei Arbeiten am heutigen Springbrunnenteiche vor der Burg ist man 1905 auf ein Gewölbe gestoßen, das sehr wohl ein Stück unterirdischen Ganges gewesen sein könnte. Leider sind damals die Untersuchungen nicht fortgesetzt worden.