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Weidenröschen

Hat in der Heilkunde kaum eine Bedeutung. In den 70er Jahren dieses Jahrhunderts ist es als "Modedroge" gegen Prostatakrebs einmal aufgekommen. Allerdings werden diese Heilkräfte völlig überbewertet, man kann sie lediglich zur Unterstützung der ärztlichen Therapie als Tee trinken. Im Volke kennt man das Weidenröschen mancher Orts als Schwarztee-Ersatz. In der Küche werden ihre zarten Blätter als Salat oder Gemüse genutzt. In "Von der Haushaltungskunst im Kriege" heißt es: "Die Wurzeln des Epilobium angustifolium treibt unter der Erde ungemein viel Stengel wie Spargeln 1-2 Fuß lang und 1 Finger dick, die bei uns noch niemand zu nutzen getrachtet hat. Dem Geschmack nach scheinen sie eßbar zu seyn, welches der berühmte Arzt H. Gmelin auch bestätigt, indem er berichtet, daß das Mark dieser Stengel in Kamschadka unter die Leckerbissen gezählet werde."