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Vanille

Sind die Früchte einer Orchideenart, die in den hohen Baumkronen Mexikos mit Hilfe von Haftwurzeln wächst. Inzwischen wird sie in ganz Südamerika und Afrika kultiviert. Früher galt sie als wichtiges Potenzmittel, nun hat sie nur noch Bedeutung als Gewürz.
In einem Pflanzenheilkundebuch des letzten Jahrhunderts steht geschrieben: "Ein feines und vornehmes Gewürz, das namentlich den Kakao überaus wohlschmeckend macht und, den Speißen zugesetzt, dieselben verdaulicher macht, so der Schwäche in den Verdauungsorganen aufhelfend. Die Vanille wirkt anregend und belebend auf die Verdauungs- und Geschlechtsorgane und besitzt in Bezug hierauf eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Zimt."

Die ersten dieser duftenden Fruchtstangen brachten 1519 spanische Landsknechte aus Übersee mit. Es ist die längliche Schotenfrucht einer tropischen Kletterpflanze , einer Orchidee. Kurz vor der Reife werden sie geerntet und getrocknet. Nach einer speziellen Schwitzbehandlung entwickeln sie erst den feinen aromatischen Duft. Dann erhalten die Schoten eine Braun-schwarze Farbe und überziehen sich mit weißglänzenden Kristallen. Dies ist der eigentliche Duftstoff Vanillin. Er darf nur in geringen Mengen genossen werden, da er eine erregende, erhitzende Wirkung hat. Madagaskar und Réunion liefern heute den Großteil der Welternte. Heute wird der Vanillezucker häufiger im Haushalt verwendet als die echte Vanille. Diese wird nur noch zum Verfeinern von Süßigkeiten, Backwerk, Schokolade, Pudding, Eiscreme, Kompott und anderen Sachen verwendet.

Vanillesoße

1 EL Stärkemehl mit 3 EL Milch und 1 Eigelb verquirlen. 1/4 Vanillestange aufschneiden, auskratzen und mit 1 EL Zucker und 1 Prise Salz in 1/2l Milch zum kochen bringen. Das Stärkemehl einrühren, aufkochen lassen und die Vanillestange vor dem servieren wieder entfernen.