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Teufelskralle

Die Heimat der Teufelskralle mit dem lateinischen Namen Harpagophytum procumbens ist das südlich und südwestliche Afrika. Die Stammpflanze besitzt eine große knollige Wurzel, aus der zu Beginn der Regenzeit in jedem Jahr frische Triebe hervorbrechen, die etwa 1 m lang werden, flach auf dem Boden liegen und leuchtend rot gefärbte Blüten ausbilden, die in den Blattachseln sitzen. Daraus entwickelt sich die Frucht, die bald verholzt und lange verzweigte Arme bildet, die mit Widerhaken versehen sind. So erklärt sich wohl auch der Name Teufelskralle. Die dort lebenden Eingeborenen verwenden diese Droge schon seit langer Zeit bei Gallen-, Leber-, Nieren- und Blasenleiden. Der Teufelskrallen - Tee wird aber nicht aus der Frucht mit den kralligen Armen, sondern aus den Speicherknollen der Wurzeln gewonnen. Sie werden nach der Blütezeit gegraben und getrocknet. Auch bei Magen- und Darmstörungen wird die Teufelskralle eingesetzt, sollte aber bei Magen- und Darmgeschwüren gemieden werden. Bei uns in Europa nutzt man die Droge mehr bei Gelenkerkrankungen, besonders bei Arthrose. Da wir sonst gegen dieses so häufige Leiden kein wirklich wirksames Medikament haben, verdient die Teufelskralle Beachtung. Ihre Wirkung beruht in erster Linie auf der entzündungshemmenden Eigenschaft der Inhaltsstoffe. Die Erfahrung zeigt, daß nach einer Langzeitbehandlung mit Teufelskrallen - Tee, bereits nach einigen Wochen eine deutliche Schmerzlinderung zu beobachten ist. Der Tee wird wie folgt zubereitet: 1 TL auf ¼ l siedendes Wasser wird etwa 5 Stunden lang ausgezogen und abgeseiht. 2 - 3 Tassen täglich ist die empfehlenswerte Dosierung.