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Salbei |
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Schon der Name selbst erzählt von der hohen Wertschätzung der Pflanze; ist doch Salvia vom lateinischen salvare = heilen, salvere = gesund sein, abzuleiten. Auch die Sprichworte: "Gute Geschäfte und der Salbei wächst." Und "Wo der Salbei gedeiht, ist eine starke Frau im Haus!" sprechen für sich. Die heilige Familie fand auf der Flucht nach Ägypten vor ihren Verfolgern Schutz unter einem Salbeistrauch - deshalb gab sie ihm die Kraft, Menschen vor Krankheiten zu retten. Die Chinesen tauschten bei den Holländern die dreifache Menge ihres besten Tees gegen europäischen Salbei um! Ein alter Spruch aus der Zeit um 1300 fragt: "Warum soll der Mensch sterben, dem Salbei im Garten wächst?" Als mit Giftbechern noch Politik gemacht wurde, versuchte man durch Salbei und Raute dem Tod zu entkommen: "Salvia cum Ruta facuint pocula tuta" ( "Salbei und Raute, vermengt mit Wein, läßt dir den Trank nicht schädlich sein"). Aber gegen den Tod ist leider doch kein Kräutlein gewachsen... Um der Mäuseplage Herr zu werden, wurde in Oberbayern geraten, am Ulrichstage (4. Juli) mittags gegen 12 Uhr den Wiesensalbei zu pflücken und in Scheunen und Vorratskammern zu legen. Damit er gut gedeiht, sollte man ihm am Karfreitag vor Sonnenaufgang beschneiden, als Hexenschutz hängte man ein geweihtes Büschel am Türstock auf. Ein Sträußlein Salbei verhinderte, wie manch andere Pflanzen, das Einschlafen bei der Predigt in der Kirche. In allen Verbreitungsgebieten zum Räuchern verbrannt, wirkte er besonders in Krankenzimmern antiseptisch.Aus "Zauberkräuter" von der Staudengärtnerei Gaissmayer