zurück zur Kiste

Rainfarn

Diese Pflanze ist "Donars Kraut" und somit dem Thorr geweiht, hat aber auch eine wichtige Beziehung zu den Göttinnen Freyja (Jungfernwurzel) und Frigg (Muttergottesrute). Der Rainfarn wirkt antidämonisch und wehrt den Blitz ab. Kleine Kinder werden über den Rauch der Pflanze gehalten, oder sie werden ihnen unters Kissen gelegt, um die Kinder vor Zauberei zu beschützen und sie gesund zu erhalten. In England gibt es zu Ostern Rainfarnkuchen als altes Kultgebäck zu essen, in diesem Fest werden ja auch Thorr und Freyja (Ostara) als Hauptgottheiten verehrt. Eine ungerade Anzahl von Blütenköpfen vertreibt Würmer der Eingeweide. Rainfarn darf nur in geringer Menge eingenommen werden, da er Gift enthält. Das gilt ebenso für das Öl, welches bei Gicht und Rheuma angewendet wird. Bei Krampfadern, Verrenkungen und Geschwülsten werden die frisch zerquetschten Blätter aufgelegt. Der Rainfarn wirkt schweiß- und wassertreibend, er stillt Krämpfe und stärkt den Magen. Ferner hilft er bei Koliken, Magenkrämpfen, Schwindelanfällen, Nervenleiden und Hysterie. Dazu werden die Blätter und Blüten in Wein gekocht. Der Blütentee mit Milch und Zitronensaft getrunken beruhigt und stillt Fieber.

aus GGG "Heilen mit Kräutern"