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Hopfen

Ist den Meisten vom Bier her bekannt. Kaum jemand weiß, daß die eigentlichen Biere süß - sauer oder kräuterig waren. Erst vor etwa 1000 Jahren begannen die Juden Hopfen dem Bier zu zusetzen. Von ihnen lernte es die Kirche, bis es das Reinheitsgebot gesetzlich vorschrieb, nur noch Hopfen zu verwenden. Das war das Aus für die heidnischen Zauberkräuter wie Sumpfporst, Bilsenkraut und Alraune. Diese stark berauschenden Getränke waren zu gefährlich, wo man die Leute mit dem betäubenden, beruhigenden und Impotent machenden Hopfenbier doch viel besser unter Kontrolle hatte.
Doch läßt man den Alkohol weg, kann der Hopfen als Tee genossen noch allerhand gesunden Zweck erfüllen. So hat wohl schon ein Jeder beim Bier trinken den ständigen Blasendrang verspürt, und so nutzt man ihn oft bei Blasen- und Nierenleiden. Die Gerb- und Bitterstoffe im Hopfen haben wiederum appetitanregende Wirkung (daher wohl das viele "Knabbergebäck") und so ist der Hopfen ein gutes Magenmittel bei nervösen Magenbeschwerden und Gallenleiden. Überhaupt hilft der Hopfen durch seine beruhigende Wirkung bei allen durch Nervosität und Streß bedingten Leiden, wie: Erregung, Einschlafstörungen, leichten Depressionen, schwankender Periode, nervöse Herzbeschwerden und Herzrythmusstörungen. Als Beruhigungstee bei Unruhe, Angst und Einschlafstörungen mischt man den Hopfen zu gleichen Teilen mit Baldrian. Von dieser Mischung nimmt man 2 TL auf ¼ l kochendes Wasser und läßt ihn 15 min ausziehen und seiht ab. 2x 1 Tasse täglich als Beruhigungstee oder 1 Tasse Tee ½h vor Zubettgehen als Schlaftrunk.