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Der Eppig |
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auch Efeu geheißen, rankt überall an Bäumen und Mauerwerk empor oder bildet in lichten Wäldern und Parks üppige
Polster. Ich persönlich würde ihn der Todesgöttin Hel zuordnen, da er für Tod aber auch füe Unsterblichkeit und
Ewigkeit steht.
Der Eppig besitzt glänzende fünfzackige dunkelgrüne Blätter. Er blüht nur selten im Herbst in kleinen, grünlichen
Blüten, die sich in erbsengroße Früchte verwandeln und im Winter schwarz werden. Die Blätter werden vorzugsweise
im Herbst und Winter geerntet. Die Blüten finden jedoch nur selten Anwendung und die Früchte nie, da sie giftig sind
und somit Ausschläge verursachen können bei bloßem Berühren. In den Blättern sind reichlich Saponine zu finden,
weswegen der Efeu als Tee bei Schleimhautkatarrhen und Keuchhusten von Nutzen ist. Für Efeutee nehme man 1 TL
Droge auf 1/4l kochendes Wasser, überbrühe das ganze und seihe nach 10 min ab.
Der Tee kann auch zu Waschungen bei Hautunreinheiten, Rheuma und Gicht verwendet werden. In alter Zeit wurde der
Saft und der Gummi, der aus der Pflanze floß, zum Abtöten der Kopfläuse verwand, jedoch soll das auch den
Haarwuchs abgetötet haben.
Ein altes Orakelspiel zur Zeit der Losnächte ist auch überliefert:" Lege an Silvester in eine Schüssel mit Wasser für
jedes Familienmitglied ein Efeublatt. Wessen Blatt am nächsten Morgen durchnäßt ist oder gar schwarz ist, muß mit
Krankheit oder Tod rechnen!"