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Die Donnernessel

hat ihren Namen der Tatsache zu verdanken, daß sie an Orten wächst, wo starke Erdstrahlung herrscht. Dort schlagen immer die Wünschelruten aus und der Blitz ein. Daher ist sie dem Donnergotte Thor heilig. Sie wurde ins Herdfeuer geworfen, um das Haus vor Blitzeinschlag zu schützen und zum Bierbrauen wurde sie auf den Bottich gelegt, um damit der Donner dem Biere nicht schadet. Und das ist sogar wissenschaftlich bewiesen, da die Ameisensäure in den Brennhaaren die Oxidation von Ethanol zu Essigsäure behindert. Den Germanen war sie an einem Donnerstag gesammelt eine uralte Kultspeise. Für eine blutreinigende eisenhaltige Brennesselsuppe dünstet man die jungen Brennesseltriebe in 10-20 g Fett, gibt etwas Wasser dazu und gibt nach kurzem Aufkochen 1 Tasse Buttermilch dazu, die mit 30-50 g Mehl eingedickt wurde. Je nach Belieben kann man dann noch Graupen, Gries, Nudeln oder Schrot mit etwas Salz garkochen. Auch Brennesselsamen haben kräftigende Wirkung und mancher alter Gaul wurde mit ihnen aufgepäppelt, ehe er auf dem Markt verkauft wurde. Auch schützt die Pflanze vor bösen Geistern, dem Teufel und vor Hexen. So enthielt ein Amulett gegen das "Verschreien" neben einem Strohhalm und einer Hahnenfeder auch immer ein Brennesselblatt. Allgemein bekannt ist auch die spartanische Anwendung der Brennessel bei Rheuma und Gicht, indem man sich mit frischen Brennesseln die Haut peitschte. Die Brennessel als Tee getrunken ist nicht so schmerzhaft. Dafür bereitet man eine Mischung aus 20 g Brennesselblättern, 20 g Löwenzahnwurzel mit Kraut, 10 g Schachtelhalm, 5 g Birkenblätter und 5 g Hagebutten mit Samen. Von dieser Mischung kommen 2 TL Droge auf ¼ l kochendes Wasser, läßt das Ganze 15 min ziehen und seiht dann ab. 6 Wochen soll man kurmäßig 3 mal täglich 1 Tasse trinken. Außerdem wirkt Brennesseltee anregend auf den gesamten Körperstoffwechsel, gegen Galle- und Leberbeschwerden und harntreibend. Somit kann der Tee bei Beschwerden beim Wasserlassen, z.B. Prostatabeschwerden getrunken werden. Dafür werden 2 TL Brennesselkraut mit ¼ l kochendem Wasser übergossen, 5 min gekocht und abgeseiht. Morgens und abends 1 Tasse Tee über 4-8 Wochen ist die richtige Dosierung. Regelmäßig getrunken soll er auch die Beschwerden bei Heuschnupfen lindern. Die Donnernessel ist auch bekannt als kräftigendes Haarwasser gegen Schuppen und Haarausfall. Dazu nimmt man 4 Handvoll getrocknete und zerriebene Nessel auf 1 l Wasser und 1 l Essig, kocht alles 5 min und seiht es ab wenn es erkaltet ist. Jedoch sollte man bei der Verwendung von Brennesselhaarwasser nicht versäumen seine Kopfhaut 1-2 mal in der Woche mit Klettenwurzelöl einzumassieren, da sonst die Haare spröde werden.