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Brunnenkresse

Man findet sie noch an Quellen, Bächen und Gräben mit sauberen fließenden Wasser. Wie freut man sich im Frühjahr nach der Schneeschmelze auf das erste zarte Grün der kleinen Blättchen, die so viele Vitamine & Jod enthalten und so schön saftig-feurig schmecken. Man pflückt die jungen Blätter noch vor der Blüte, denn danach werden sie immer schärfer mit einem bitteren Nachgeschmack. Man ißt sie zerkleinert auf dem Butterbrot oder stellt mit anderen Frühjahrskräutern wie Löwenzahn, Schafgarbe, Johanniskraut, Löffelkraut, Gundelrebe und Scharbockskraut einen Frühlingssalat zusammen, der den Stoffwechsel antreibt und die Frühjahrsmüdigkeit vertreibt. Besonders Napoleon liebte die Brunnenkresse und ließ sie das ganze Jahr über an den frostfreien Quellen von Nîmes anbauen, so wie es schon die Römer und anschließend die dortigen Klosterbrüder vor ihm taten. Außerdem wirkt die Brunnenkresse blutreinigend & wassertreibend, so ist sie ein uraltes Mittel gegen Wassersucht. Ihren ausgepreßten Saft nimmt man gegen Steine und Harngries, bei Kindern treibt er die Würmer aus. Doch Vorsicht: Übermäßiger Genuß kann zu Magenschleimhautreizungen führen. Auch Schwangere sollen die Brunnenkresse meiden, da sie die Periode herbeiführt. Doch nach der Geburt fördert sie die Milchbildung. Doch auch wenn die Brunnenkresse vor allem frisch genossen wird, hilft der Tee aus dem getrockneten Kraut getrunken sowie als Umschlag bei chronischen Hautausschlägen. Und zu Pulver zerrieben war Brunnenkresse früher ein beliebtes Nießpulver. Schnief!


Brunnenkresse-Topfen

Verrühre 500g Quark mit 1/4l sauerer Sahne. Dazu gebe 1 kleine gehackte Zwiebel, 1TL Senf, etwas Salz, Pfeffer & Zucker und zum Schluß 3-4 EL feingehackte Brunnenkresse. Alles gut miteinander verrühren und auf's frische Schwarzbrot geben - lecker!