Der Tanz der Wilden Weiber

Das Schlossspektakel Glauchau '01

Utara

Ganz im Zeichen der holden Weiblichkeit steht dieses Mal das Programm zum Schloßspektakel Glauchau.
Und eben diese Weiblichkeit wird uns optisch und akustisch zum diesjährigen Schloßspektakel beglücken.

So wird die Frauenband namens "Filia Irata" (oder auch die zornige Tochter) ihr Können unter Beweis stellen und voller Power und Energie die alten und auch die neueren Weisen auf ihren Instrumenten darbieten. Nicht lieblich und fein wollen sie sein, sondern wild und ungezügelt. Und genau das drückt Ihre Musik aus; ungebändigt, voller Elan und in der gehörigen Lautstärke treiben sie den Tanzbeinen das Blut in die Adern. Und die Stimmen der Sängerinnen lassen dann wohl zumindest doch den männlichen Zuhörer nicht aus ihrem Bann und man will den Sirenengesang nicht mehr missen. UtaraSo nehmen sie als reine Frauenband vielen ihrer männlichen Kollegen die Luft aus den Segeln, denn wo sich schnelle Rhythmen und wohlklingender Gesang vereinen, bleibt Spaß und Tanz nicht aus.
Nicht umsonst wird Filia Irata schon als die weibliche Version der großen Mittelaltergruppen angesehen.

Auch dabei ist "Utara", eine Feuertanzgruppe, die uns mit ihren anmutigen Tänzen und Spielen mit dem Feuer ins Land der Träume und Phantasie versetzen. Ihre "feurige Kunst" umfaßt unter anderem Feuertanz und Körperfeuer, Feuerstab, Pyrotechnik und natürlich auch Feuerspucken und -schlucken. (Denn was einmal reinkommt, muss auch wieder hinaus...) Doch so richtig wild wird's erst wenn sich Filia Irata und Utara zusammentun und Ihre einchoreographierten Stücke gemeinsam zum besten geben. Denn dann vereint sich das, was zusammengehört, die schnelle rhythmische Musik und die anmutigen Bewegungen der Tänzerinnen in ihrem Spiel mit dem feurigen Element.
Bleibt an der Stelle nur zu sagen: Frauen, haltet Eure Männer fest!

Auch wird es wieder viel Theater geben, in dem, passend zum Thema, der alte Mann - Frau - Konflikt ausgegraben und auf witzige Weise ausgewertet wird. Natürlich gewinnt, wie im echten Leben allzuhäufig auch, meist die Frau die Oberhand und so möchte Mann doch meinen, das nichts geht über ein schönes dunkles Bier und davon wird natürlich auch wieder genügend da sein. Denn mit trockener Kehle feiert es sich schlecht, oder?

UtaraAuch wieder dabei ist Max von Gluchowe, der als einer der dienstältesten Spielmänner immerzu für allerlei Spaß und Schabernack zu haben ist und bei so manchem Gast das Zwerchfell zum Erklingen bringt. Als einer der wenigen Männern in dem ansonsten von Frauen dominierten Programm hat er natürlich alle Hände voll zu tun, um die Ehre seines Geschlechts wieder herzustellen, aber auf diese Ehre wöllte ja immerhin auch keine Frau verzichten...

Abgerundet wird das diesjährige Spektakel wieder von unzähligen Handwerkern und Krämern, die unter Gezeter und Gezank ihre Waren feilbieten und nur dem schnöden Mammon ihren Tribut zollen.

Filia Irata So wird das diesjährige Schloßspektakel wieder ein Meilenstein in der Geschichte werden, und noch viele Hofschreiber werden über die ausschweifenden Feierlichkeiten bei Hofe zu berichten haben.



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