69 n.0 |
Bataveraufstand gegen die Römer, gemeinsam mit den Stämmen der Friesen, Brukterer und den Kanninefaten welche von Julius Civilis und der Seherin Veleda angeführt wurden. Der Aufstand wurde unter Führung des Römers Petilius Cerialis vernichtend niedergeschlagen. Die Seherin wurde gefangen und nach Rom gebracht. Die Bataver wurde "verwelscht". |
256 |
Überschreitung des Limes und Einfall nach Gallien |
257 |
Einfall fränkischer Truppen in Spanien und Marokko Zerstörung der römischen Provinzhauptstadt von Germania (Inferior - Köln) |
250-360 |
Ausbreitung des fränkischen Herrschaftsgebietes über die Rheinmündung bis Xanten, Köln, Bonn und Andernach |
um 400 |
Besetzung des Gebietes der heutigen Niederlande |
um 440 |
Besetzung des Gebietes des heutigen Belgien |
455 |
Vorstoß bis ins Moselgebiet unter Merowech von den Merowingern |
486 |
Der Merowinger Chlodowech erobert im Alter von 20 Jahren Tornay er besiegt den römischen Statthalter Galliens Syagrius und verlegt seinen Herrschaftssitz in dessen frühere Residenz Soissons |
um 490 |
Heirat mit der katholischen Burgunderprinzessin Hrothehilde
|
496 |
Sieg Chlodowechs über die Alemanen, der knappe Ausgang bewog in dazu sich taufen zu lassen |
498 |
Taufe Chlodowechs I durch Remigius von Reims in Tours mit der geschichtsträchtigen Formel: "Beuge dein Haupt, stolzer Sigamber, bete an was du verbrannt hast und verbrenne was du angebetet hast!" Damit schloß die heilige Kirche zu Rom mit den Merowingern ein Bündniss ,daß sie das römische Reich unter ihrer Herrschaft wieder einen soll. Unter der heiligen römischen Kirche natürlich. Mit Chlodowech ließ sich ein Großteil seines Heeres taufen, damit tritt er in Konkurrenz mit seinem gotischen Schwager Theoderich den Großen, der aber durch seinen Arianismus der Kirche ein Dorn im Auge ist. |
495-500 |
Sturz und Ermordung der anderen fränkischen Teilkönige und Einigung aller fränkischen Stämme |
500 |
Sieg über die Burgunder bei Dijon |
506 |
Sieg über die Alemanen bei Tolbiac |
507 |
Sieg über die Westgoten bei Vouillé mit Hilfe der Burgunder und Eroberung Aquitaniens Alarich II flieht mit seinen Westgoten nach Spanien |
508 |
Paris wird Hauptstadt des Merowingerreiches |
511 |
Der Sage nach wurde Chlodowech von seiner heidnisch gebliebenen Mutter vergiftet. Das Frankenreich wird unter seinen vier Söhnen, Theuderich (Hugdieterich der dt. Sage), Chlodomer, Childebert und Chlothar aufgeteilt. Die neuen Hauptstädte sind dann Reims, Orleans, Paris und Soissons. Die Söhne setzten die Eroberungsfeldzüge ihres Vaters fort, bekriegten sich aber auch untereinander. Hauptsächlich entstehen zwei neue Herrschaftsgebiete: Austrien umfasst die alten fränkischen Territorien, Neustrien sind die durch Chlodowech neu hinzugewonnenen Gebiete. |
531 |
Eroberung Thüringens mit Hilfe der Sachsen durch Theuderich |
532-34 |
erneute Unterwerfung Burgunds und Aufteilung unter Childebert und Chlotar |
533 |
Theuderich und Chlotar teilen sich die Provence und Rest- Alemanien |
539 |
Bayern gerät in fränkische Abhängigkeit durch Theudebert |
540-50 |
Theudebert heiratet eine langobardische Königstochter; er besetzt das norditalienische Teilstück des zusammenbrechenden Gotenreiches und unternimmt einen Kriegszug auf dem Balkan. Er nennt sich jetzt Augustus. Letztendlich scheitert er und sein Sohn Theudebald muß bald darauf Norditalien wieder räumen. |
558-61 |
Chlotar I der letzte Überlebende, der vier Brüder, eint das Frankenreich wieder unter sich, es wird nach seinem Tode allerdings wieder unter dessen 4 Söhnen aufgeteilt. |
565 |
Sieg Sigiberts über die Dänen und Sachsen; sein jüngster Bruder Chilperich, König von Neustrien, will sich seines Reiches bemächtigen, wird jedoch vom austrischen Adel unter Führung der Hausmeier zurückgeschlagen, die Sigiberts 5-jährigen Sohn (Chlothar II ?) zum König ausrufen. |
567 |
Tod Chariberts, Sohn des Chlotar I, sein Reich (Aquitanien), wird unter seinen drei Brüdern geteilt. |
568 |
Langobarden fallen immer wieder in Burgund ein, werden jedoch immer zurückgeschlagen. |
575 |
Ermordung Sigiberts, Sohn Chlotars I, König von Austrien und Siegfried der Nibelungensage. Seine gotische Frau Brunhild ist identisch mit der Brunhilde der Sage. |
584 |
Bündniss zwischen Kaiser, Papst und den Franken gegen die Langobarden |
560-590 |
Guntram von Burgund (Gunter der Nibelungensage) bekämpft mit seiner Frau Fredegunde (Kriemhild der Nibelungensage) ihre Schwägerin Brunhilde. |
bis 590 |
Nach dem Tod von Guntram von Burgund tritt Childebert die Nachfolge seines Onkels an, nach dessen Tod ergreift der Hausmeier Wamacher die Macht. Burgund hat seitdem keinen König mehr. |
613-29 |
Chlothar II eint das Frankenreich unter sich |
626 |
Tod des Hausmeiers Wamacher. Chlothar II setzt keinen weiteren Hausmeier mehr in Burgund ein; der burgundische Hochadel baut seine Macht weiter aus. |
629-39 |
Dagobert I versucht den neuen Adel zu schwächen, indem er Bayern und Thüringen unterstützt. Karolingische Hausmeier regieren das austrische Frankreich. |
656 |
Tod Sigiberts des III und Entführung seines 5-jährigen Sohnes Dagobert II durch den Hausmeier Grimwald, der damit seinen Sohn auf den Thron bringt. |
bis 670 |
Dagobert II wächst in irischer Verbannung im Kloster auf und heiratet die keltische Prinzessin Mechthild. |
671 |
Nach dem Tod seiner Frau heiratet er Gisela, Gräfin von Razès und Enkelin des Königs der Westgoten. |
674 |
Dagobert II erobert sein Königreich Austrien zurück und besteigt den Thron. |
679 |
Dagobert wird während einer Jagd von einem gedungenem Mörder (angeblich sein eigener Patensohn) hinterrücks mit einer Lanze erstochen, anschließend wurden alle Mitglieder der Königsfamilie ermordet (Nibelungenlied???); damit war die Hauptlinie der Merowinger erloschen. |
679-714 |
Hausmeier Pippin II regiert das ganze Frankenreich, in Alemannien und Bayern können sich noch Merowinger halten. |
687 |
Pippin II schlägt bei Schlacht von Tertry Neustrien. Franken wird nun von den Karolingern von Metz aus regiert; die goto-römischen Gebiete verlieren an Bedeutung. Mit Hilfe von Klostergründungen in Austrien und irischer Missionare verfolgen die Karolinger die Bekehrung von Sachsen und Friesen, um so ihre Machtstellung nach Norden und Osten auszudehnen. |
710 |
Die karolingischen Hausmeier erlangen den Mantel des heiligen Martin von Tours und damit das Patronatsrecht über die Kirche (d.h. Ämtervergabe für geleistete Dienste). |
714 |
Tod von Pippin II, sein Sohn Karl Martell, der Hammer, muss sich das Hausmeieramt erst gegen dessen Witwe Plektrudis und die Neustrier erkämpfen. |
um 720 |
Kämpfe gegen Friesen und Sachsen um den fränkischen Einfluss in den nördlichen Gebieten wieder herzustellen. |
725 |
Arabische Einfälle bis nach Autun in Burgund; Odo Herzog von Aquitanien ersucht Karl Martell um Hilfe. |
732 |
Karl Martell schlägt die Araber bei Poitiers und gewinnt so europäische Anerkennung. |
735 |
Tod Odo`s; Karl Martell nimmt dessen Stellung als Herzog von Aquitanien ein, Burgund und die Provence öffnen sich ebenfalls. |
737 |
Tod des Merowingerkönigs Thierry IV von Neustrien, Karl Martell übernimmt auch dessen Platz und eint so das Frankenreich. |
741 |
Nach dem Tod Karl Martells haben dessen Söhne Karlman und Pippin III dennoch gegen Aufstände in Aquitanien, Alemannien und Bayern zu kämpfen. Um die Aufständigen zu beruhigen, ernennen sie einen Schattenkönig aus der merowingischen Dynastie, Childerisch III. Karlman zieht sich ins klösterliche Leben zurück. |
751 |
Erbittet Pippin III den Papst um die Ermächtigung Childerich III wieder abzusetzen; daraufhin wird er von einer Reichsversammlung zum König erhoben und vom päpstlichen Legaten Bonifatius gesalbt. |
754 |
Erbittet Papst Stephan II Schutz in Italien und salbt dafür Pippin III und dessen beide Söhne Karl und Karlman; um so zu bekräftigen das Gott die karolingische Sippe zu Königen der Franken bestimmt habe. |
745-746 |
Feldzug gegen den langobardischen Aistulf; man zwang ihn die Statthalterschaft von Ravena und die kaiserliche Provinz Pentapolis aufzugeben, die Pippin dem Papst zur Vergrößerung des Kirchenstaates schenkte. |
759 |
Pippin erobert Narbonne in Septimanien, ernennt sich selbst zum Schutzherren der Goten. |
760-68 |
Pippin erobert Aquitaniens |
768 |
Pippin III stirbt und das vereinigte Frankenreich wird unter seinen Söhnen Karlman und Karl erneut geteilt. |
771 |
Tod Karlman`s und Karl wird alleiniger Regent und beginnt damit sich seinen Namen, "der Große" zu verdienen. |
772 |
Feldzug gegen die Sachsen und Einnahme der Eresburg, Plünderung des heiligen Haines der Sachsen, Vernichtung der Irminsul irgendwo zwischen Merseburg und Weser - damit wird der Feldzug zu einem Religionskrieg zwischen Christen und Heiden. |
773 |
Erneuter Feldzug gegen die Langobarden und Annektierung des gesamten Langobardenreiches. |
775 |
Kriegsrat in Laon beschließt Christianisierung der Sachsen oder deren Ausrottung. |
776 |
Einberufung einer Reichsversammlung in Paderborn, der sächsische Adlige Widukind bleibt dieser fern und führt so den sächsischen Widerstand im Untergrund fort. |
778 |
Kampf Karl`s des Großen am Ebro in Spanien gegen die Araber. Eingliederung des Gebietes zwischen den Pyrenäen und Ebro als spanische Mark ins Frankenreich. Das nutzen die Sachsen für einen erneuten Aufstand; vom Rhein bis nach Koblenz gehen alle fränkischen Kirchen, Klöster und Dörfer in Flammen auf. |
779 |
Karl der Große schlägt die Sachsen erneut nieder; Widukind kann zu den Dänen fliehen. |
780 |
Erneute Reichsversammlung an den Lippequellen, Bekanntgabe des fränkischen Besatzungsrechts. Karl`s Söhne Pippin und Ludwig werden zu Königen der Langobarden und Aquitanien gesalbt. |
781 |
Daraufhin kehrt Widukind vom Dänenkönig zurück und vereint erneut die Sachsenstämme zu einem Aufstand, der allerdings ein weiteres Mal niedergeschlagen wird, Widukind flieht. |
782 |
Reichsversammlung in Verden an der Aller, wo Karl der Große, da Widukind nicht ausgeliefert wird, 4500 Sachsen erschlagen läßt. |
785 |
Widukind ergibt sich und läßt sich taufen, um sein Volk vor der Vernichtung zu bewahren. |
bis 804 |
Veranstaltet Karl der Große eine regelrechte Razzia nach den Heiden. Sachsen werden nach Franken zwangsumgesiedelt und Franken besiedeln Sachsen, der Widerstand wird immer geringer und als Sachsen und Franken ein Volk sind hat Karl der Große gewonnen. |
788 |
Bayern verliert seine scheinbare Unabhängigkeit und wird den Franken angegliedert. |
796 |
Vernichtung der Awaren und Inbesitznahme der Gebiete. Karl der Große macht sich so zum Schutzherren der benachbarten Slawen und errichtet an seiner neuen Grenze von Friaul im Süden bis an die dänische Grenze zahlreich Markgrafschaften. |
800 |
Kaiserkrönung Karl`s des Großen durch Papst Leo III, damit bekam er auch die förmliche Oberhoheit über den Kirchenstaat. Damit brach die römische Kirche erneut den Vertrag, den sie mit den Merowingern zu Chlodowechs Taufe getroffen hatte. |
814 |
Tod Karl`s des Großen, sein einzig Überlebender, Sohn Ludwig der Fromme folgt ihm auf den Kaiserthron. |
843 |
Tod Ludwigs, das Frankenreich wird unter seinen drei Söhnen, Lothar, Karl, Ludwig, aufgeteilt. Gewerbe, Handel und städtisches Leben bleiben trotz der vielen Reformen durch Karl den Großen rückständig, doch die blühende Landwirtschaft und der Reichtum der Kirche lockt die Wikinger an. |
852 |
Der westfränkische König Karl der Kahle sichert seine Ansprüche an Austrien, er ernennt seinen Sohn Karl zum König von Austrien und seinen anderen Sohn, Ludwig den Stammler, zum König von Neustrien; seine anderen beiden Söhne werden Äbte, um das Land nicht noch mehr zu zersplittern. |
855 |
Tod Lothars und Aufteilung seines fränkischen Mittelreiches unter seine drei Söhne. |
865 |
Tod Ludwigs des Deutschen und Aufteilung seines Ostfrankenreiches unter seine drei Söhne. |
875 |
Karl der Kahle wird in Rom zum Kaiser gekrönt. |
877 |
Aufstand des fränkischen Hochadels; Tod Karl`s des Kahlen, sein Sohn Ludwig II erbt alle Ländereien seines Vaters, stirbt aber bereits zwei Jahre später. |
882 |
Karl der Dicke, Sohn Ludwig`s des Deutschen, vereinigt wieder das Ostfrankenreich, da er als einziger Erbe übrig bleibt. |
888 |
Ernennung Odo`s, Graf von Paris, zum König des Westfrankenreiches, da er sich durch die Verteidigung von Paris gegen die Wikinger hohe Verdienste errungen hat. |
898 |
Tod Odo`s, Karl der Einfältige, Sohn Ludwig`s des Stammlers, übernimmt die Regentschaft des Westfrankenreiches. |
922 |
Nach dessen Tod übernimmt wieder ein Kapetinger aus Odo`s Familie das Königtum Frankreich, das von da an nie wieder von einem Karolinger regiert wird. |