113 v.0 |
vertreiben die Kimbern auf ihren Zügen gen Süden die keltischen Bojer aus ihrem angestammten Gebiet
in Böhmen in Richtung Pannonien |
9 v.0 |
führte Marbod seine Markomannen aus dem Maingebiet nach Böhmen und errichtete dort ein erstes
germanisches Königreich mit Langobarden, Lugier, Semnonen und verbliebenen Bojern |
ab 1.Jh. n.0 |
treten an der Unter- & Mittelelbe langanhaltende Klimaverschlechterungen ein und wie schon bei den
Kimbern, werden die elbgermanischen Stämme gezwungen weiter die Elbe aufwärts zu wandern bis sie
Böhmen erreichen |
166 |
von diesen Menschenmassen bedrängt, sehen sich die Markomannen gezwungen, die Römer um Land zu
bitten, was abgelehnt wird |
166 - 180 |
das löst den Markomannenkrieg aus, der verloren wird & Böhmen wird beinahe die römische Provinz
"Markomannia" - doch stirbt Kaiser Marc Aurel zuvor in Böhmen an der Pest, die seine Legionstruppen
eingeschleppt hatten; sein Sohn & Nachfolger Commmodus stellt die alten Grenzen wieder her & gibt
alle römischen Eroberungen auf |
179 |
Neubau des römischen Legionslagers Castra Regina, das sich bald zur am stärksten befestigten
Festungsstadt Regensburg im römischen Rätien entwickelt |
2.-5.Jh. |
bevor noch die Markomannen Böhmen verließen, wanderte aus dem Elbegebiet der Stamm der "Urbayern"
ein & siedelte sehr abgeschieden von allen anderen Stämmen in der Gegend um Strakonitz. Sie
zeichneten sich durch eine besondere Keramik aus und auch, daß sie noch Brandbestattung ausübten, wo
alle anderen Stämme ringsum bereits Reihengräberfelder anlegten. |
350 |
siedelte der bajuwarische Stamm um Prestovice - Friedenhain als römische Föderaten nach Regensburg
über und besiedelt auch das Land westlich bis an die Regnitz und nördlich bis an den Main. Dort
vermischen sie sich schnell mit Quaden, Sueben, Rugier und der römischen Restbevölkerung und nehmen
schnell deren Bestattungsriten an. Die bajuwarischen Herzöge der Agilolfinger standen den
Langobarden wohl aber am nächsten, da niemand im agilolfingischen Hause diesen Namen trug, er
allerdings häufig im langobardischen Königshaus auftritt. |
400 |
Regensburg blieb nach Verlassen der Römer Sitz der böhmischen Föderaten von Prestovice-Friedenhain |
ab 476 |
nachdem Rom keinen Sold mehr an seine Föderaten zahlt, verlassen sie die Kastelle und gründen davor
Dörfer im gesamten Donaugebiet, um wie schon früher von Ackerbau & Viehzucht zu leben
|
493 |
Rätien kommt unter die Herrschaft der Ostgoten unter König Theoderich, der die bajuwarischen
Föderaten in Regensburg fördert |
496 |
Alamannen finden auf der Flucht vor den Franken Asyl in Rätien & gehen ebenfalls in den Baiern auf |
508 - 537 |
Herzog Theodo I versammelt zahlreiche Männer der Franken, Wandalen, Langobarden, Awaren, Hunnen um
sich & stieß mit diesem gewaltigen Heer über die Donau nach Pannonien und die angrenzenden röm.
Provinzen & vertrieb die provinzial-römische Restbevölkerung zurück über die Alpen und besetzt das
Land. Bei Epolding im Mühltal bei München befindet sich der Kultplatz der Baiern. |
520 |
Vetreibung der Römer bei Ötting durch Herzog Theodo I.
|
5./6.Jh. |
das slawische Kärnten wird von den Bajuwaren eingenommen und ein bayrisches Unterherzogtum |
531 - 534 |
Franken unterwerfen das Thüringerreich - in diesem Zug kommt auch der bajuwarische Adel vom
Geschlecht der Agilolfinger unter fränkische Herrschaft. Regensburg wird erstes fränkisches
Verwaltungszentrum und die Christianisierung beginnt. |
536 |
die gotische Herrschaft endet als Ostgotenkönig Witigis Rätien an den fränkischen König Theudebert
abtritt, in der vergeblichen Hoffnung Franken würde sich neutral verhalten im Krieg gegen den
oströmischen Kaiser Justinian I. Prokop dagegen berichtet nur von der Abtretung der Provence an
die Franken - der Umstand dessen, das sich die Bajuwaren nicht an dem fränkischen Kriegszug gegen
den slawischen König Samo beteiligten, läßt eher ihre Unabhängigkeit vermuten. |
526 - 568 |
Bajuwaren breiten sich über Pannonien bis Oberitalien aus |
537 - 566 |
Herzog Udo |
565 |
urkundliche Erwähnung durch Venantius Fortunatus, Bischoff v. Poitiers, der sie östlich des Lech in
der ehemaligen römischen Provinz Rätien lokalisiert |
566 - 567 |
Herzog Theodobald |
567 - 580 |
Herzog Garibald I. |
568 |
Abwanderung der Langobarden nach Italien - Bajuwaren werden wichtiges strategisches Grenzvolk, z.B.
haben sie die asiatischen Awaren in der ungarischen Tiefebene abzuwehren |
575 - 588 |
fränkische Feldzüge gegen die Langobarden, wobei der bairische Herzog Garibald I. auf
langobardischer Seite kämpft, da er 2 Töchter an den langobardischen Herzog Evin v. Trient und den
langobardischen König Authari verheiratet hat |
580 - 598 |
Herzog Tassilo I. führt mehrere Feldzüge gegen die nach Westen vordringenden Tschechen und fällt in einer Schlacht |
598 - 630 |
Herzog Garibald II. folgt seinem Vater im Herzogsamt und führt die Kämpfe gegen die Tschechen fort;
wurde möglicherweise auf Betreiben der fränkischen Arnulfinger umgebracht |
630 - 641 |
Herzog Fara, Sohn Garibalds, übernimmt das Herzogsamt und rebelliert gemeinsam mit seinem Freund & Bundesgenossen
Herzog Radulf v. Thüringen auf Grund des Mordes an seinem Vater gegen die Franken. Bei einem Feldzug gegen
den fränkischen König Sigibert III. kommt er ums Leben. |
640 - 680 |
Herzog Theodo IV. nahm den fränkischen Missionar & Bischoff Emmeram bei sich in Regensburg auf, der nichts besseres
zu tun hatte, als dessen Tochter Uta zu schwängern und sich daraufhin aus dem Staub zu machen - angeblich
auf Pilgerfahrt nach Rom. Theodo's Sohn Landpert verfolgte und massakrierte ihn. Die Kirche sprach Emmeram heilig.
(ohne Kommentar) |
ab 688 |
folgte Herzog Landpert seinem Vater ins Amt |
ab 700 |
der alte Kultplatz der Baiern bei Epolding wird mit der ersten Steinkirche überbaut |
bis 714 |
Herzog Theodo V., Enkel Herzog Garibald II.; er teilt sein Herzogtum unter seinen 4 Söhnen auf |
716 - 719 |
Herzog Tassilo II. folgt seinem Vater Theodo V. im Amt, stirbt aber wahrscheinlich kinderlos |
719 - 725 |
deshalb folgt ihm sein Bruder Theudebert ins Amt, er verheiratet seine Tochter Swanahild mit dem Franken
Karl Martell und die andere Tochter Guntrud mit dem Langobardenkönig Liutprand |
725 - 739 |
nach dem frühzeitigen Tod Theudeberts folgte ihm sein wohl noch minderjähriger Sohn Hugbert, was Karl
Martell auszunutzen wußte. Herzog Hugbert mußte Teile seines Herzogtums preisgeben und bis 737 im Namen
des Frankenkönigs Theuderich IV. regieren, er rief Bonifatius zur Christianisierung seines Landes nach Bayern |
739 - 748 |
Herzog Odilo gründete zahlreiche Diözesen und veranlaßte die Niederschrift des bairischen Stammesrechts; er heiratete
Hiltrud, eine Tochter Karl Martells weshalb es aber |
742/743 |
zum Konflikt mit seinen Schwagern Karlmann und Pippin d. Jüngeren kam, am Ende mußte er die fränkische
Oberhoheit über Baiern bestätigen und behielt dafür sein Herzogsamt |
749 - 788 |
Tassilo III., Sohn Odilos & Hiltrud und damit Vetter von Karl d. Großen, wird Herzog der Baiern; er heiratet
Luitbirga, Tochter des letzten Langobardenkönigs Desiderius, doch die Langobarden sind die Feinde der Karolinger |
763 |
Herzog Tassilo III. verweigert Karl d. Großen die Heeresfolge bei dessen Feldzug nach Aquitanien |
774 |
Karl d. Große erobert das Langobardenreich, damit verliert Tassilo III. seinen wichtigsten Bündnispartner |
787 |
der agilolfingische Herzog Tassilo III. verbündet sich mit den Awaren gegen Karl d. Großen, doch sie
werden besiegt und Tassilo wird zum Lehnsmann degradiert |
788 |
beim Prozess in der Ingelheimer Pfalz wird Tassilo wegen seiner Fahnenflucht von 763 und seinem Bündnis mit den
Langobarden & Awaren zum Tode verurteilt, dann aber begnadigt und in ein Kloster verbannt; die Agilolfinger verlieren
ihre führende Position im bajuwarischen Stammesherzogtum, bestehen aber als Herzogtum mit eigenen Gesetzen noch bis ins
Hochmittelalter fort |
791 - 793 |
Karl d. Große verbringt die Winter in Regensburg, um persönlich die Einverleibung Bayerns ins Fränkische Reich zu
überwachen. |
794 |
Tassilo wird noch einmal aus dem Kloster geholt, um seinen Verzicht und der seiner Nachkommen auf die bairische
Herzogswürde zu beurkunden. |
814 |
der Tod Karl d. Großen führt zur Bildung eines karolingischen Teil- & Unterkönigtums in Bayern.
Der älteste Sohn von Ludwig d. Frommen, Lothar, wird "König von Bayern" - Bayern entwickelt sich
so vom bajuwarischen Stammesherzogtum zum karolingischen Stammeskönigtum |
817 |
bei der karolingischen Reichsverteilung fällt Bayern und das slawische Böhmen an Ludwig d. Deutschen |
845 |
lassen sich 14 slawisch-böhmische Herzöge bzw. Stammesfürsten in der bayrischen Landeshauptstadt
Regensburg taufen |
895 |
Luidbold, Ahnherr der bayrischen Stammesherzöge der Luitpoldinger, wird Graf der böhmischen Mark,
des Nord- & dem Donaugau - aus der Markgrafschaft Nordgau wird später die Oberpfalz |
907 |
Luidbold fällt gegen die Magyaren/Ungarn und sein Sohn Arnulf wird "dux Baioariorum et etiam
adiacentium regionum" = "Herzog von Bayern und den daneben liegenden Ländern". |
907 - 937 |
Arnulf unternimmt mehrere Feldzüge gegen die Böhmen & verheiratet eine Tochter mit einem böhmischen
Edlen, deren Sohn Slawnik Vater des heiligen Adalbert & Ahnherr der deutschfreundlichen Slawniken
wird. Arnulf lag im ständigen Krieg mit seinem Stiefvater Konrad, dem karolingischen König von
Ostfranken, weshalb er sich kurzzeitig sogar mit seinen alten Feinden den ungarischen Magyaren
verband. |
919 |
Als Heinrich von Sachsen zum ostfränkisch-deutschen König ausgerufen wird, läßt sich Arnulf v.
Kärnten sogar zum Gegenkönig ausrufen, |
921 |
läßt sich aber bald wieder besänftigen, tritt zurück & behält auch einen Großteil seiner Vorrechte |
934 |
unternimmt Arnulf einen eigenmächtigen Kriegszug in die Lombardei und sucht seinen Machtbereich
nach Süden auszudehnen |
937 |
stirbt Arnulf von Bayern, sein Sohn Eberhard übernimmt dessen Stellung und nennt sich kurzzeitig
sogar "König der Langobarden", kann die italienische Königskrone aber nicht lange behaupten.
Vielleicht deshalb verweigert Eberhard dem neuen König Otto die Huldigung, worauf er von der
königlichen Heeresmacht überwältigt, abgesetzt und des Landes verwiesen wird. |
938 |
übernimmt Arnulfs Bruder Berthold, bisher Herzog v. Kärnten, das bayrische Herzogtum, das nun aber
seiner bisherigen Vorrechte beraubt ist. Außerdem übernimmt der jüngere Bruder Eberhard's, Arnulf
II., die neugegründete Pfalzgrafschaft Bayern, um die königlichen Güter zu verwalten |
940 |
erbaut Arnulf II. die Burg Scheyern und wird Ahnherr der scheyrischen später wittelsbachischen
Pfalzgrafen von Bayern |
948 |
nach dem Tode des Luitpoldingers Berthold übernimmt der Ludolfinger Heinrich, jüngerer Bruder von
König Otto d. Großen & verheiratet mit Arnulf's Tochter Judith, das bayrische Herzogtum |
952 |
vereint König Otto d. Große nach seinem siegreichen Zug gen Italien die norditalienischen Gebiete
Istrien, Trient, Aquileya und Verona mit Bayern, das nun vom Fichtelgebirge bis in die Poebene
reicht - größte Ausdehnung Bayerns.
Diese verlockende Machtstellung brachte den Sohn Heinrichs, Heinrich II. der Zänker dazu, sich gegen
das Reich & den Kaiser Otto II. zu wenden, Schwaben & Burgund einzunehmen, um das sächsisch-
fränkische Königreich von Italien abzuschneiden. |
953 |
unternimmt Arnulf II. gemeinsam mit Ludolf v. Schwaben und Konrad v. Lothringen einen
Aufstandsversuch, um das väterliche Herzogtum wiederzuerlangen |
954 |
Arnulf II. findet den Tod in der Schlacht bei Regensburg, sein Sohn versucht vergeblich sich mit den
Ungarn zu verbünden |
976 |
nach einer Verschwörung gegen den Kaiser wird Heinrich d. Zänker seinem Herzogtum entsetzt; an seine
Stelle setzt man den Ludolfinger Otto v. Schwaben & verkleinert Bayern drastisch: alle Marken sowie
Krain, Istrien & Verona werden selbständig;
Kärnten geht an den Luitpoldinger Heinrich, Sohn von Herzog Berthold, der als Nachfolger von Otto
v. Schwaben später auch wieder Bayern erhält.
Die Ostmark geht an die Babenberger und wird nun Österreich genannt. |
985 |
erhält Heinrich d. Zänker, nachdem er sich unterworfen hatte & wieder friedlich war, das Herzogtum
Bayern zurück, später sogar Kärnten & Verona |
bis 1000 |
war Böhmen unter bayrischer Vormundschaft & man arbeitete eng zusammen - bis das böhmische
Geschlecht der Primisliden erstarkte und sich von Bayern lossagte, dieses sogar bald übertrumpfte |
1002 |
Heinrich II., Sohn Heinrich's d. Zänkers, erhält die dt. Königswürde & das römische Kaisertum, was
die Bayern zum führenden Stamm des Reiches macht. Mit ihm erwuchs Sachsen gemeinsam mit Bayern zu
den Grundpfeiler der Reichsmacht - wenn auch nur für eine Generation. Derweil teilten sich Salier
und Luxemburger den bairischen Herzogstitel. |
1061 |
wurde der Sachse Otto v. Northeim Herzog v. Bayern und mit ihm wandelte sich die bayrisch-sächsische
Politik zur Reichsfeindschaft und er wird zu einem der gefährlichsten Gegner Heinrichs IV. |
1070 |
wird ihm wegen eines Mordanschlags auf den dt. König Heinrich IV. das Herzogtum Bayern entzogen und
an den Lombarden Welf IV. gegeben, der gleichzeitig seine Ehefrau Ethelinde, Tochter Otto v.
Northeims, verstieß |
1077 |
Welf IV. steht im Investiturstreit auf päpstlicher Seite und gegen den König und wird deshalb geächtet
und flieht nach Ungarn |
1086 |
empfing ein Böhmerherzog die Königskrone von Heinrich IV., die alsbald erblich wird. |
1097 |
Welf's Sohn, Welf V., versöhnt sich mit dem Kaiser und erhält Bayern zurück. |
1114 |
das Schenkenamt wird den Bayern entzogen und den Böhmen zugesprochen, dadurch erhält durch
Herausbildung der Kurwürde der König v. Böhmen das Recht zur dt. Königswahl, die der Herzog v.
Bayern nicht hat. Böhmen wird durch seine zentrale politische Lage zum wichtigsten Machtmittelpunkt
des Reiches & die bayrischen Herzöge streben daher ständig die böhmische Königskrone an. |
1120 |
übernimmt Heinrich d. Schwarze, Sohn von Welf IV., das Herzogtum Bayern, der mit seiner Heirat mit
Wulfhild Billung die bayrisch-sächsischen Kontakte neu knüpft; er betreibt eine erfolgreiche
Heiratspolitik: seine Tochter Judith heiratet Friedrich II. v. Schwaben und ist somit die Mutter von
Friedrich Barbarossa; sein Sohn Heinrich d. Stolze erlangt durch seine Heirat mit Gertrud v.
Supplinburg auch das sächsische Herzogtum. |
1126 |
Nach dem Tod Heinrich d. Schwarzen erhält sein Sohn Heinrich d. Stolze das Herzogtum Bayern |
1137 |
Nach dem Tod Kaiser Lothar's III., Schwiegervater Heinrich d. Stolzen, erhält der auch Sachsen und
ist nun der Meinung, daß ihm auch die Kaiserkrone zustünde - was die Staufer nicht zulassen können |
1138 |
Heinrich d. Stolze verweigert dem Staufer Konrad III. zu dessen Königskrönung die Huld und daraufhin
werden ihm die Herzogtümer Sachsen & Bayern entzogen
Sachsen geht an Albrecht I. und Bayern an den Babenberger Leopold IV. |
1139 |
Heinrich d. Stolze erobert Sachsen zurück & sein Bruder Welf VI. Bayern |
1142 |
Heinrich d. Löwe, Sohn von Heinrich d. Stolzen, wird Herzog v. Sachsen und verzichtet auf Bayern
Bayern kommt zurück an die Babenberger durch Heirat Heinrich Jaromirgott, Bruder von Leopold IV.,
mit Gertrud, der Witwe von Heinrich d. Stolzen |
1143 |
starb Gertrud, ohne einen Erben für Heinrich Jaromirgott hinterlassen zu haben |
1147 |
Heinrich d. Löwe klagt auf dem Reichstag die Rückerstattung Bayersn ein und setzt so König Konrad
unter Druck, der mitten in Kreuzzugsvorbereitungen ist |
1152 |
Tod König Konrad III. |
1156 |
durch seine Freundschaft mit seinem Vetter Friedrich Barbarossa erhält er das verkleinerte
Herzogtum Bayern zurück; die Babenberger behalten Österreich als ein von Bayern losgelöstes
eigenständiges Herzogtum |
1158 |
Heinrich d. Löwe gründet München |
1176 |
er verweigert Barbarossa die Heeresfolge nach Italien, daraufhin kommt es |
1179 |
zum Prozeß und er wird |
1180 |
mit der Reichsacht belegt, das Herzogtum Bayern wird ihm ab erkannt und er geht nach England ins
Exil, da er mit der Tochter des englischen Königs verheiratet ist
Bayern geht an den Wittelsbacher Otto VIII., aber ohne die Steiermark, die ein selbständiges
Herzogtum wird. |
1185 |
Heinrich d. Löwe kommt aus dem Exil und versucht mit Waffengewalt seine Macht zurückzuerlangen,
was allerdings fehlschlägt, da die englische Unterstützung ausbleibt. |
1193/94 |
Aussöhnung der Welfen & Staufer durch die heimliche Liebe & Heirat der Stauferin Agnes, Nichte
Barbarossas, mit dem ältesten Sohn Heinrich d. Löwen, Heinrich d. Jüngeren |
1198 - 1208 |
Der Staufer Phillip v. Schwaben, Bruder von König Heinrich IV., wird nach dessen Tod zum neuen
dt. König gewählt. Köln bittet Richard Löwenherz um Hilfe, der den Welfen Otto, Sohn Heinrich's d.
Löwen, schickt, er wird zum Gegenkönig gewählt - jahrelange Kämpfe spalten ganz Europa in 2 Lager
bis am |
21.06.1208 |
König Phillip ausgerechnet vom bayrischen Pfalzgraf Otto v. Wittelsbach erschlagen wird. Nun wird
Otto rechtmäßig zum König gewählt, er heiratet die 10jährige Tochter des ermordeten Königs und läßt
den Mord durch Herzog Ludwig ahnden. |
1208 |
Herzog Ludwig d. Kehlheimer aus dem Hause Wittelsbach erkennt den bisherigen Gegenkönig Otto IV.
als König an und wird dafür mit der Erblichkeit des Herzogtums Bayern belohnt, was 700 Jahre so
bleiben soll. |
1209 |
Otto v. Wittelsbach wird zunächst geächtet und schließlich erschlagen. |
1214 |
vom Stammesherzogtum Bayern war nicht mehr viel übrig & so zielten die Machtbestrebungen der
Wittelsbacher auch auf stammesfremde Gebiete, so erlangtenn sie durch Heirat die rheinische
Pfalzgrafschaft, die ihnen bald wichtiger war als Bayern |
1230 - 1246 |
nach dem Aussterben der Babenberger versuchen die Wittelsbacher Österreich zurück nach Bayern zu
holen, was ihnen nicht gelingt. |
1268 - 1273 |
die Wittelsbacher verpassen es, ihr staufisches Erbe der Thronfolge anzutreten und die Kaiserkrone
geht an die schwäbischen Habsburger |
1294 - 1347 |
der Wittelsbacher Ludwig IV., Herzog v. Bayern |
1314 |
Ludwig IV. wird deutscher König |
ab 1328 |
wird er zum Kaiser gekrönt; in dieser Zeit fällt Tirol kurzzeitig an Bayern; durch Erbschaft erhält
er noch Niederbayern, Holland & Hennegau - was nach seinem Tod wieder alles verloren geht |
1347 |
Tod von König & Kaiser Ludwig IV. - die Kaiserkrone geht über die luxemburgischen Böhmen ins Hause
Habsburg, wo sie auch für lange Zeit verbleibt. |